VOLKSDORFER SCHULKATE
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Chronik

Hier finden Sie Ereignisse nach dem Bezug der Schulkate an ihrem dritten und jetzigen Standort, also ab 1989. Sie sind nicht immer interessant, aber in einer Chronik zu  dokumentieren.


Chronik der Volksdorfer Schulkate ab 1990

Wie in der HISTORIE geschildert, baute 1989/90 der "Verein zur Erhaltung der ehemaligen Volksdorfer Schulkate von 1752 e.V." das historische Gebäude an der Straße "Im Alten Dorfe" wieder auf. Damit ist die Schulkate Teil der "Hisdtorischen Achse Volksdorf".

Die ersten 24 Jahre verliefen nach der Eröffnung des Bier-Restaurants EULENKRUG  am 1.3.1990 vergleichsweise ruhig. Nach 12 Jahren gab unser erster Wirt Uli Schult auf, Sohn des damaligen Herausgebers des HEIMAT ECHOS und Bruder des langjährigen Chefredakteurs Manfred Schult dieser Zeitung. Im Mai 2002 übernahmen Cornelia und Klaus Bahne den EULENKRUG. Das Dachgeschoss konnte von ihnen mit Bewirtung für gesellige Anlässe angemietet werden. Wiederum nach 12 Jahren hörten aus gesundheitlichen Gründen leider auch Bahnes auf.

Den Veranstaltungsraum im Dachgeschoss vermietet ohne Bewirtung seit Anbeginn der Trägerverein an Private, Vereine und Gewerbliche. Wegen der Rücksichtnahme auf das Restaurant im Erdgeschoss sind laute Musik und Tanz nicht möglich.

2001 wurde der Verein von der Hansestadt Hamburg aufgefordert, die vom Wirt eigenmächtig genutzten Flächen neben der Schulkate ebenfalls anzupachten. Damit sollten die Anbauten legalisiert werden. Wie sich erst 2017 herausstellte, war dennoch nie eine Baugenehmigung dafür eingeholt worden.

Im August 2004 nannte sich der Trägerverein in "Verein Schulkate Volksdorf e.V." um. Der ausführliche Name "Verein zur Erhaltung der ehemaligen Volksdorfer Schulkate von 1752 e.V." war nicht mehr erforderlich, da die Schulkate inzwischen gerettet und wieder aufgebaut war. Die Ziele des Vereins haben sich nicht geändert. Es geht weiterhin um die Bewirtschaftung der Schulkate, die Vermietung des Dachgeschosses sowie die Förderung kultureller Veranstaltungen im Hause wie auch in den hamburgischen Walddörfern und deren Umgebung. Übrigens hat die Hansestadt Hamburg den Verein im Erbbaurechtsvertrag verpflichtet, im Dachgeschoss "kulturelle Aktivitäten durchzuführen".

Im Herbst 2008 musste nach nur 19 Jahren die Reetdeckung erneuert werden, da schlechte Reetqualität und Umgebungsfaktoren zu einer schnellen Verrottung geführt hatten. Die Arbeit führte, wie auch im benachbarten Museumsdorf und an der Ferck'schen Kate, mit großer Zufriedenheit die Firma Joachim Schröter aus Vielank in Mecklenburg-Vorpommern aus. 

Im Herbst 2009 erhielt der Versammlungsraum eine Eichendielung aus Vollholz, ausgeführt von unserem uns treu gebliebenem Fachwerkrestaurator Bodo Vogel aus Ottersberg bei Bremen. Der Tischler Klaus Viol aus Ohlstedt stellte vier neue Tische her. Das jetzige Farbkonzept des Dachraums gestaltete der Maler Bernd Wiedemann aus Eimsbüttel. Im März 2014 erhielten wir 32  neue Thonet-Stühle mit Sitzauflage. Die Hängeleuchten wurden durch hellere Leuchten mit Glasschirm ersetzt.

Am 15.3.2014 war der letzte Tag für die Wirtsleute Cornelia und Klaus Bahne. Ihnen trauern wir nun nach. Unser Mieter, der Bierverlag H.u.K. Bohnhoff, nahm sich einen neuen Pächter.

Als Willkommen für den neuen Wirt ließ der Verein noch im März 2014 den Steinwall entlang der Straße sowie den Zuweg zum Eingang herrichten. Der Verein regte eine Vergrößerung des Biergartens an, was der neue Wirt gern aufgriff. Doch gedankt wurde es dem Verein nicht. Stattdesssen begann ein bis heute währendes Gezerre um die Erledigung zugesagter Maßnahmen. Es folgten bis zur Neueröffnung des Restaurants  im Oktober 2014 innen wie außen umfangreiche Umbauarbeiten, bei denen durch unsachgemäße Eingriffe Schäden an historischen Bauteilen entstanden:

- das schadhafte, aber eigenmächtig ausgetauschte, innenliegende Fachwerk musste nachgebessert werden. Trotzdem konnte es nicht im traditionsgerechten Abbund eingefügt werden.

- das bei unzulässigen Stemmarbeiten beschädigte, historische  Sichtmauerwerk im Flur-Treppenraum ließ der Verein ausbessern.

Nach fast sieben Monaten Umbauzeit eröffnete der neue Pächter am 10.10.2014 sein Restaurant. Der Name EULENKRUG wurde zwischenzeitlich geschützt, so dass das Namensschild ausgewechselt und weitere Namenszüge überklebt werden mussten. Der Hänger unter dem Namensausleger mit Angabe der Straße und Hausnummer wurde erst nach über zwei (!) Jahren wieder angebracht. Nun ist endlich die Adresse "Im Alten Dorfe 60" wieder leicht zu finden. Doch auf die Umsetzung weiterer Maßnahmen, die durch Unterschrift vereinbart sind, wartet der Verein heute noch. Selbst Mediationstermine mit Anwälten beider Seiten blieben bisher fruchtlos. Lediglich bei der Mängelbeseitung am Blitzschutz konnte sich der Verein auf dem Klageweg nach 2 Jahren durchsetzen (s.u.).

Im November 2014 ließ der Verein die Hauseingangstür durch eine neue Tür ersetzen. Die im  Denkmalschutz erfahrene Tischlerei GmbH des Tischlermeisters Rolf Bormann aus Hamburg-Langenfelde stellte sie denkmalgerecht her. Es wurde erhöhter Einbruchschutz berücksichtigt. Dennoch wurde im Winter zweimal im Restaurant eingebrochen - aber nicht über die neue Tür! Anfang 2015 folgten weitere Instandsetzungsmaßnahmen wie der Einbau einer neuen Abtrittmatte innen und einer neuen Abtrittroste außen durch Fa. RMS Koy. Das Hinweisschild "Schulkate 1752" wurde aufgearbeitet und eine provisorische Info-Tafel für die Nutzer im Dachgeschoss aufgestellt, da der bisherige Info-Kasten vom Mieter nicht wieder angebracht wurde. Hierum wird seit Mai 2014 gestritten. Wenigstens erfolgte im September 2016 die Montage des bisherigen Info-Kastens links am Eingang.

Am 1.3.1990 eröffnete die erste Gastronomie in der Schulkate. 2000 erfolgte das 10-jährige-Jubiläum. 2015 zum 25-jährigem Jubiläum fand im Restaurant keine Feier statt. Dafür beging der Verein im Rahmen der KULTURMEILE VOLKSDORF vom 13.-15.11.2015 das Jubiläum der Einweihung seiner Räume im Dachgeschoss im Nov.1990: Prof.Hermann Hipp, Kunsthistoriker und damaliger Mitarbeiter im Denkmalschutzamt, hielt den Festvortrag vor geladenen Gästen, Prof.Hans-Udo Heinzmann, Musikhochschule Hamburg und Vorsitzender der Akademie des NDR-Sinfonieorchesters, Querflöte, spielte in Begleitung von Nobue Ito, Klavier, ein unterhaltsames Programm. SONARIUM, ein Duo mit Cello und diversen Instrumenten, gab ein öffentliches Klang-Konzert der ungewöhnlichen Art. Und viele der freiwilligen Helfer von 1983 und 1989 trafen sich zu einem Wiedersehen und schauten das Video vom Wiederaufbau an. Dieses Video zeigten wir auch bei der KULTURMEILE 2016.

Wir freuen uns, dass die Schulkate am 18.5.2016 mit ihrer Umgebung als Ensemble   unter Denkmalschutz gestellt wurde. Dazu beigetragen hat der Festvortrag von Prof.Hermann Hipp auf der 25-Jahrfeier des Vereins im Nov. 2015. Darüber ist der Verein glücklich, kann er nun an eine Stiftungsgründung zu denken.

Seit Anbeginn tagt hier der Naturschutzbund NABU Ortsgruppe Walddörfer. Die Mitglieder hatten beim Wiederaufbau geholfen. Noch heute pflegen sie die Umgebeung des Grundstücks, damit die herrlichen Einblicke auf die Koppel und die Horst frei bleiben. So wurde die Schulkate Mitte der Neunziger auch Treffpunkt für zwei Volksdorfer Singkreise. Der Bürgerverein kündigte 2012, der Kulturkreis singt weiterhin in der Schulkate unter der Leitung von Mike Steurenthaler. Seit 2015 ist er Chefdirigent der KlassikPhilharmonie Hamburg und leitet die Dirigierklasse am Johannes-Brahms-Konservatorium in Hamburg. Neben der Orchesterarbeit widmet sich Mike Steurenthaler einem breitgefächerten Repertoire an Chormusik und arbeitet regelmäßig mit dem Hamburger Konzertchor, dem Giuseppe Verdi Chor Hamburg, dem Chor St. Johannis Altona und dem Rendsburger Bachchor.
Seit 2008 ist die Schulkate der Vorbereitungstreff der Kunstspuren Volksdorf, seit 2009 findet nach 14 Jahren Pause wieder ein KunstHandwerkerMarkt statt und seit 2010 ist der "Verein Schulkate Volksdorf e.V." Mit-Organisator und Teilnehmer der KULTURMEILE VOLKSDORF. Seit 2013 tagt hier das BÜNDNIS VOLKSDORF, eine Gruppe engagierter Volksdorfer, die die Idee des Rahmenplans von 2007 in der Öffentlichkeit wach hält und weiter verfolgt. Der erste Erfolg ist der Zweirichtungsverkehr für Radfahrer vom Uppenhof bis zur Haspa, eingerichtet im Oktober 2016. Erste Erfolge zeigen sich im Frühjahr 2018 bei der Grünpflege im Dorf, die im Zusammenwirken mit dem Gartenbauamt erfolgt. Im November 2016 gründete sich  der "Hamburger Landschafts- und Klimaschutz Verband" - die Treffen finden nun ebenfalls hier statt. Die Kunstspuren ergänzen ihre Organisation seit 2017 mit neuen Ideen. Seidem werden in der Schulkate intern Filme gezeigt.

Im Oktober 2015 strengte der Verein ein Gerichtsverfahren gegen seinen Mieter an, um die Umsetzung von Auflagen einer Blitzschutzprüfung am 18.2.2015 zu erzwingen. Im Frühjahr 2017 wurde die Maßnahmen dann vom Mieter umgesetzt. Trotz des Erfolgs blieb der Verein bisher auf dem größten Teil der Prozessfolgekosten sitzen.
Die Gebäudeversicherung war einbezogen.

Im Oktober 2017 fand eine der üblichen Brandschauen statt - mit dem Erfolg, dass am 28.12. eine  "Anordnung zur Untersagung der Nutzung des Versammlungsraums im Dachgeschoss" sowie eine Duldungsverfügung wegen weiterer Mängel auf dem Grundstück an den Verein erfging. Wegen der untersagten Nutzung des dachgeschosses fand am 7.3.2018 ein "gemeinsames Gespräch" im Bezirksamt Wandsbek mit der Leitung und den Mitarbeitern von WBZ 24  (Zentrum für Wirtschaftsförderung, Bauen und Umwelt - früherBauamt bzw. Bauprüfabteilung) statt. Auf eine Interimslösung für den Versammlungsraum konnte sich geeinigt werden, so dass der Betrieb für unsere regelmäßigen Mieter eingeschränkt wieder aufgenommen werden konnte. Die weiteren Punkte bedürfen der weiteren Bearbeitung. Die kann sich durch den Denkmalschutz, dem die Schulkate unterliegt, hinziehen.

Seit Jahren bemüht sich der Verein um eine Fällgenehmigung für eine Kastanie, die das Reetdach verschattet und dort im Frühjahr 2018 wieder erste Moosbildung zeigt.



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